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Ein anhaltender Nachhall, nicht bloss ein Geräusch

  • 05.07.2022

Am 30. Juni und 1. Juli 2022 fanden die Abschlussfeiern der Kantonsschule Solothurn statt. Mit Stolz und Freude nahmen 333 junge Erwachsene ihr Zeugnis entgegen. Die Anlässe konnten endlich wieder im gewohnten Rahmen organisiert werden. Gefeiert wurde zum ersten Mal in der imposanten Kiesofenhalle auf dem Attisholz-Areal.

Den Auftakt zu den Feierlichkeiten lieferte am Donnerstag die Abschlussfeier der Fachmittelschule (FMS), der Fachmaturität Soziale Arbeit und Gesundheit sowie des Passerellen-Lehrgangs. Am Freitag folgte dann die Maturitätsfeier – mit über 1600 Gästen wahrscheinlich die grösste der Schweiz. Insgesamt konnten 333 Absolventinnen und Absolventen im festlichen Ambiente ihr Abschlusszeugnis entgegennehmen.

 

Endlich wieder wie früher

Nach der zweijährigen, pandemiebedingten Durststrecke war die Freude spürbar, dass die Zeremonien wieder im gewohnten grossen Rahmen organisiert und durchgeführt werden konnten. Das Motto «Nachhall» wurde vom Gestaltungsteam um Matthias Schneeberger, Alina Mathiuet und Fabian Harder mehrfach aufgegriffen, zum Beispiel bei der zentralen Bühne: Während die Schülerinnen und Schüler zur Zeugnisübergabe paradierten, klangen ihre Schritte im Raum weiter.

Für die musikalische Umrahmung der beiden würdigen und gelungenen Anlässe sorgte das Kanti-Orchester unter der Leitung von Patrick Kappeler und Andreas Kunz. Es verwöhnte die Anwesenden mit klassischen und jazzigen Klängen.

 

Träume als Kompass

Konrektor Reto Stampfli zog in seiner Ansprache eine Parallele zwischen der Lokalität und dem Bildungswesen. «Genau wie hier auf dem weiter entwickelten Attisholz-Areal, muss ein moderner und gehaltvoller Unterricht am Puls der Zeit sein, einen Blick in die Zukunft wagen, nie den Menschen als Zentrum aus den Augen verlieren und offen sein für Neues und Unerwartetes.» Die bei der Gestaltung des Uferparks gezeigten Tugenden Mut, Offenheit und Innovationskraft seien, so Stampfli, unabdingbar, damit Schulen nicht zu Sozialbrachen und Wissensruinen verkommen.

An der Maturitätsfeier sprach Rektor Stefan Zumbrunn-Würsch über Träume, Ziele und Idealvorstellungen: «Sie geben uns Orientierung und motivieren uns, uns in geeigneter Weise anzupassen. Statt Astronaut werden wir Hobbypilot, statt Hexe Pharmazeutin und statt Häuptling der Apachen Rektor der Kanti Solothurn.» Die Maturandinnen und Maturanden sollten sich nun, nach der beschützten Zeit an der Kanti, auf ihren Weg hinaus in die Welt machen, reisen, studieren, arbeiten – und von zuhause ausziehen.

 

Bevor sie endgültig von dannen zogen, waren die nunmehr ehemaligen Schülerinnen und Schüler zusammen mit ihren Gästen und den Lehrpersonen zu einem Apéro eingeladen, am Freitag dank des wieder freundlicheren Wetters auch im Aussenbereich. Glücklich, aber auch wehmütig nahmen sie dabei Abschied von ihrer Zeit an der Kanti, die hoffentlich nachhallt – nicht als ein lästiges Nach-Geräusch, sondern als ein Wohlklang, der lange erhalten bleibt.

 

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